Das dunkle in mir

In den letzten Tage habe ich im auf einen Impuls von außen mit dem Dunklen Energien in mir beschäftigt.

Das Dunkel macht den meisten Menschen Angst. Wir sind im Alltag auf unsere Augen angewiesen und durch die Einschränkung des Sehsinns fühlen wir uns hilflos.  Doch das wahre Wesen ist nicht mit den Augen sichtbar. Viel besser können wir es in der Dunkelheit erspüren, wenn wir die Augen schließen und auf unsere Gefühle und inneren Bilder achten.

Ohne die Nacht, könnten wir den Tag nicht erleben, wir brauchen die Erholungsphase. Das Dunkel ist Schutz und Ruhe. Alles entsteht im Dunkel … wir werden aus der Dunkelheit der Gebährmutter ins Licht geboren. Jedes Samenkorn keimt im Dunkel von Mutter Erde.

Die Weise Alte ist die Schwarze Göttin.  Aus ihr entspringen alle Dinge und kehren einst zu ihr zurück. Sie absorbiert alles Licht … nimmt alles an und transformiert es.
Die ist die Großmutter, zu der du jederzeit gehen kannst und die dich mit ihrer Weisheit unterstützt. Irgendwann wirst du selbst zur Großmutter … und geht’s ins Dunkel zurück.
Der Ursprung ist schwarz.

Mit kam Kali in den Sinn, sie wird mit dunkel blauer oder schwarzer Hautfarbe dargestellt, sie ist die Schöpfung, das Leben und der Tod. Sie ist die dunkle Energie der aus der mütterlichen Durga entspringt.

Sie wirkt angsteinflößend, mit ihren vier Armen und Waffen, doch ihre zerstörerische Wut richtet sich nicht gegen die Menschen, sondern gegen Ungerechtigkeit und Dämonen.

Sie sammelt die Köpfe ihrer Opfer und trägt sie als Kette um den Hals. Das wirkt barbarisch.

Doch wenn man diese Köpfe als Sitz des Ego in der Menschlichen Gestalt, dem vergänglichen Leib interpretiert, dann ist Kali, die Befreierin vom Ego. (wobei dies eine sehr westliche Denkweise ist, die vielleicht nicht viel mit dem Ursprung zu tun hat)

 

Auch bei uns gibt es dunkle Göttinnen.
Hekate, die Göttin der Wegkreuzungen, der Entscheidung. Jede Entscheidung ist eine Entscheidung zwischen Leben und Tod. Wähle ich den einen Weg – lasse ich das eine entstehen und das andere sterben.

In der griechischen Antike war Hekate die Göttin der Hexerei und Magie. Sie verkörpert den dunklen, geheimnisvollen Aspekt der Weiblichkeit. Als Beherrscherin der Magie konnte sie den Zugang zur Unterwelt öffnen und ihren Anhängern Informationen über die Zukunft offenbaren. Sie stellt die Verbindung zu Geistern und Verstorbenen her, war also eine Geistführerin für die Menschen  Auf den ersten antiken Bildnissen wird sie immer mit einer Fackel in der Hand dargestellt. Sie ist die, die das Dunkel erhellt, Erkenntnis entstehen lässt.

Erst kam es mir ein wenig komisch vor, mich in dieser hellen Zeit mit der dunklen Göttin zu beschäftigen. Doch so abwegig ist das gar nicht, durch die Geschichtsschreibung wurde belegt, dass Hekate zu Vollmond des Monats Munychion (April/ Mai) verehrt wurde.

Also werden ich den nächsten Vollmond mal dazu nutzen, mich mit meiner dunklen Seite der Göttin in mir zu verbinden


Posted on by iffi

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