Schützenfest

So langsam geht sie zu Ende die Zeit der Schützenfeste. Gerade in ländlichen Gegenden wird es von Mai bis Ende Juni noch immer groß gefeiert. In jedem Dorf dürfen sich die Männer miteinander messen und den Vogel abschießen.

In früheren Zeiten ging es dafür bestimmt noch hinaus in Wald und Feld und die Jagdsession wurde eröffnet. Der reichste oder stärkste Mann der Gegend durfte das größte Wild erlegen und sich seine Königin wählen.

Wer das Buch „Die Avalon von Marion Zimmer Bradley gelesen oder den Film gesehen hat, kann hinter dieser wilden Jagd noch was anderes erkennen.

Dort ging es darum den Mann des Landes – also den Sohn des Regenten, jener welche die Königskette trägt – mit der Verkörperung von Mutter Erde, der Maikönigin, der an Beltane geweihten Priesterin des alten Glaubens zu vermählen um sich zu verbinden und gemeinsam Kinder zu zeugen.

So wurden Kriege verhindert, da beide Blutlinien sich mischen. Es versprach Sicherheit und Reichtum für das kommende Jahr.

Reste dieses alten Glaubens finden sich noch in vielen Bräuchen. Wir bringe sie nur selten in einen Zusammenhang. z.B. finden wir in einigen Dörfern noch junge Birken an den Häusern als Schmuck zum Schützenfest.

Es gehörte ursprünglich zu einem Brauch des Braut-Werbens, das maien. Junge Männer stellten ihrer Angebeteten eine bunt geschmückte Birke vor die Tür. Beim Abholen wurden sie von den Mädchen mit einer Gabe beschenkt, falls sie seine Gunst erwiderte. Die Familien wurden verbunden, es wurde gefeiert und getrunken.

Beides finden wir auf den heutigen Schützenfesten wieder.

Der inzwischen wieder immer öfter präsentierte Maibaum ist das auffälligste Zeichen der Verbindung zwischen aufrecht stehendem Pfahl und jungfraulichem Blütenkranz. Oft wird auch wieder eine Maikönigin gewählt.  In der Regel finden diese Rituale heutzutage am 30. April/1. Mai statt oder in einigen Orten auch zu Pfingsten, dann wird aus dem heidnischen Symbol ein christlicher Pfingstbaum.  In Skandinavien jedoch zu Mittsommer (bzw. am Johannistag).

Eine durchgängige Tradition von alten Fruchtbarkeitsritualen zu den heutigen Maibäumen sieht war offensichtlich aus, wird aber von einigen Volkskundlern bestritten, da sie keine Zusammenhänge erkennen können.

… das ist uns doch egal… wir feiern beides  ….  Beltane/Maifest und Litha/Mittsommer.


Posted on by iffi

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