Samhain

Die dunkle Zeit beginnt und damit fängt für uns ein neues Jahr an. Im Keltischen Glauben beginnt alles in der Dunkelheit, also am Abend, oder wie jetzt mit der beginnenden dunklen Jahreszeit und nicht mit dem neuen Licht, das uns am 21. Dezember geboren wird.

Es ist in unserer Gesellschaft nicht üblich und daher ist es schwierig die Energie an diesem Tag zu halten.

Ein großer Feiertag feiern, wenn alle anderen arbeiten.

Wobei Halloween (All hallow even  –  Allerheiligen abend) ja inzwischen auch gefeiert wird. Ich habe dieses Jahr mehr Kinder beim Halloween auf der Straße gesehen als letztes Jahr zum Martinstag. Wobei es gerade hier ,an unserem neuen Wohnort mit vielen Mennoniten und Christlich Orthodoxen Gruppierungen noch schwieriger ist.

Was feiern wir eigentlich. Den Rückzug in die Dunkelheit. Der  Herr des Winters erlegt den Sonnenhirsch, raubt dessen Gattin, die Vegetationsgöttin, und verschleppt sie in die Unterwelt. Dort herrscht sie nun als Totengöttin. Dieses Motiv finden wir in vielen Mythen z.B. dem griechischem Demeter-Mythos.

Nun ist es Zeit im Dunkel etwas neues wachsen zu lassen. Pläne zu schmieden für die Zeit des nächsten Sommers. Felder anzulegen. Samen zu erhalten.  Und es ist das Fest der Ahnen. Auch sie haben den Samen gelegt, damit wir so leben wie wir es heutzutage machen. Es ist die Zeit dafür Dankbarkeit zu zeigen. Vielleicht mit einem Ahnenaltar und einer Einladung zum Essen. Wir stellen einen Teller mit Leckerein die unsere Vorgänger besonders mochten auf den Tisch oder Altar und weisen ihnen durch Laternen in den Fenstern den Weg.

Da wir noch mitten im Umbau sind wird es  heute aber nur ein kleines  privates Ritual bei uns geben.
Die Schamanenstube ist fast fertig, so das wir dort schon ein wenig räuchern und zur Ruhe kommen können um unseren Ahnen zu danken.

 


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