Weihnachten

 

Letzten wurde ich gefragt, ob ich als Heide überhaupt Weihnachten feiere.

Das wäre ja ein Christliches Fest. Ich hätte doch bestimmt keinen Bezug zu dem Licht Christi. Und dann wäre es ja unethisch Weihnachten zu feiern, wenn man keinen Glauben daran hat.

Na,ja mal abgesehen davon das ich glaube, das viele, die Religionszugehörigkeit  Evangelisch oder Katholisch in ihrem Pass stehen haben –  auch keinen Bezug zu Christus haben, ist Weihnachten wie wir es meistens hier kennen, mit Tannenbaum, Weihnachtsmann und Geschenken, nicht wirklich christlich.

Der Tannenbaum ist ein relativ junger Brauch, der sich wohl aus der Verehrung immergrüner Bäume zur Winterzeit der alten Germanen entwickelt hat. Und zwar vor der Christianisierung, als sie noch Heiden waren.

Ebenso hat der Weihnachtsmann, der eher an Odin als an den heiligen Vater erinnert, keinen Bezug zur Kirche. Wobei die Rote Robe schon etwas von der eines Papstes hat, wenn auch alleine der Farbe wegen.

Rot ist die Farbe des Blutes … die einen sehen es als Jesu Opfer am Kreuz, die anderen als Zeichen der Fruchtbarkeit. In der Dunklen Zeit wächst das neue Leben.

Und zur Wintersonnenwende keimt das neue Licht und wächst von Tag zu Tag. Die Sonne kehrt ins Leben zurück. Natürlich ist das ein Datum das gefeiert werden muss. Wir feiern nicht das Licht Christi, sondern das Licht des Lebens.

„Zufällig“  ist es fast der gleiche Zeitpunkt. Die Wintersonnenwende fällt immer auf den 21. Dezember, da lässt sich bedingt durch den Lauf der Gestirne nicht dran rütteln. Jesus Geburtstag wird am 24.Dezember gefeiert. Bewusst hier hin gelegt um den Heiden einen Ersatz für ihr Fest zu bieten. Auch wenn man inzwischen rechnerisch aufgrund der Sternen Konstellation beweisen konnte, das es nicht stimmen kann, sondern hier eher der April in Frage kommt.  Aber das wird sich wohl nie genau klären lassen. Christen müssen sich halt auf die fehlerhaften Überlieferungen verlassen.

Der Jahreskreis, die Konstellation der Sterne sind Fakten. Wir feiern die heiligen Nächte … die Windersonnenwende. In den nordischen Ländern ist es Yultide.

Auch die Raunächte sind eine für mich besondere Zeit, auch wenn es sich hier nur um eine rechnerische Anpassung vom Mond an den Sonnenkalender handelt. Anders als zur hektischen Adventszeit, kehrt hier Ruhe ein, die Arbeit ist getan, Zeit sich zu entspannen und ganz bei sich zu sein.

In diesem Sinne ein frohes Weihnachtsfest und besinnliche Raunächte. 😉


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