Göttinnenspiritualität

was ist das eigentlich?

Letztens hatte ich eine angeregte Diskussion mit einer Frau, die das Hexenwerk ganz spannend findet, sich aber nicht zum Hexenkreis traut, weil sie nicht an die Göttin glaubt. Genauer gesagt die Anbetung von Göttern allgemein ablehnt.

Ich denke da muss frau unterscheiden lernen. Einerseits gibt es den Göttinnenglauben. Ich würde es als eine Form von feministischer Religion bezeichnen. Wobei es auch männliche Wicca gibt. In Amerika ist Wicca  eine anerkannte Religionsform.Diese hat als eingetragene Glaubensrichtung natürlich bestimmte Vorgaben. Bei der Göttinenspiritualität sind diese allgemein freier gehalten. An welche Göttin du glaubst und wie du den Glauben auslebst ist unerheblich. Ob sie alleine oder neben vielen Göttern steht, ob du Jahreskreisfeste feierst oder im Christlichen Kontext lebst, verbindende ist der Glaube das es mehr gibt, als das was wir uns bis jetzt erklären können.

Das Hexentum an für sich, also der Umgang mit Magie, Kräutern und allem was die Natur uns bietet,  kann man auch als eine Art Handwerk betrachten. Hier geht es oft in Richtung Animismus, also dem Schamanimus ähnlich, sich in einer beseelten Welt vorzustellen.

Ganz ohne Glauben geht Hexentum – meiner Meinung nach – nicht. Glaube ist – auf einer sehr subtilen Weisen, etwas sehr verbindendes. Z.B. gibt es immer mehr Netzwerke von Frauen, welche auf den gemeinsamen Glauben begründet sind:  z.B. https://www.meliora.de/

Mal abgesehen davon, das kein Mensch nicht glaubt. Auch der Glaube daran, das es nichts Göttliches gibt, ist nur ein Glaube.

Nicht zu glauben ist unmöglich.

 


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