Opfer

Bei Ritualen gibt es immer ein Opfer. Das klingt erst mal sehr archaisch. Den meisten kommt der Gedanken an Tieropfer oder gar Menschenopfer.

Auch in der Kirche gibt es noch Opfer. Jeder kennt den OpferStock mit dem Klingelbeutel dran.
Hier geht es nicht darum sich von seinen Sünden loszukaufen. Sondern ein Opfer ein Ausgleich zu bringen.
In der urkirchlichen Liturgie wurde es etwa im 3. und 4. Jahrhundert üblich, Brot und Wein für die Eucharistie/Danksagung/ Abendmahlfeier mitzubringen und zu spenden (oblatio). Die für die Feier nötigen Gaben wurden genutzt, die überzähligen wurden an die Armen der Gemeinde verteilt. So wurden die von Anfang des Christentums an praktizierte Wohltätigkeit und das Opfer das Christus am Kreuz brachte miteinander verbunden.

In asiatischen Ländern ist es eine Ehren den Mönche für ihr „Opfer“ der Aufgabe des weltlichen Lebens, eine Spende/Almosen Dana zu geben. So bekommen sie alles was sie für ihr Leben brauchen.

Wir können auch für ideelle Dinge dankbar sein wie persönliches Wachstum, überwundene Hindernisse oder Gabe die wir erhalten haben.

Hier können wir ein Opfer in anderer Form schaffen, z.B. mit einem Gedicht, etwas Gebasteltem, einem Bild, einem Tanz oder einem Lied. Gib ihr etwas wo du als Mensch Energie rein gesteckt hast.

 


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