Gestern im Hexenkreis

Gestern war es voll in meinem kleinen Hexenzimmer. Danke an alle Hexenschwestern und Bruder 😉 es war ein wunderschöner Abend

Wir haben Dezember. wobei der Name vom lateinischen decem = zehn herrührt. Im Jahr 153 v. Chr. wurde der Jahresbeginn um zwei Monate vorverlegt, sodass die direkte Beziehung zwischen Namen und Monatszählung verloren ging. Der alte deutsche Name des Dezembers ist Julmond. Der Name kommt vom Julfest, der germanischen Feier der Wintersonnenwende.
In vielen Nordischen Ländern wird das Weihnachtsfest als Jul/Yule oder Jol bezeichnet und gefeiert. Wie ist das zu verstehen, ist es nur christlich oder heidnisch?
In der im 13 Jahrhundert entstanden Sage von „Hakon dem Guten“ heißt es.

„Er (Hákon) setzte in Gesetzen fest, das Julfest zu der Zeit abzuhalten wie die Christen, und ein jeder Mann war dazu, unter Androhung einer Geldstrafe, angehalten Bier zu brauen, um Jul zu heiligen; aber zuvor wurde das Julfest in der Hacknacht begonnen, das war die Mittwinternacht und es wurde drei Tage lang Jul gehalten.“
– Snorri Sturluson, Heimskringla. Übersetzung Felix Niedner

Es ist zwar nur eine Erzählung, aber wie immer steckt etwas wahres dahinter, hier geht es um die Zusammenlegung vom christlichen Weihnachten und heidnischem Mittwinterfeiern.
Die Winter Sonnenwende ist ein solares Fest, das immer zu einem festen Zeitpunkt stattfindet.
Am 21. Dezember. Ab diesem Stand steht die Erde so, das in ihrem Umlauf die Tage wieder länger werden. Die dunkle Zeit ist vorbei, das Licht wird neu geboren.
Ein Lichterfest, der Sonnengott, der Lichtbringer, wird geboren. Der Sinn des Festes ist also auch der gleiche.

Die WINTERSONNWENDE wurde nicht nur in einer heiligen, geweihten, also Weihnacht gefeiert, sondern es waren bis zu 12 Nächte – inclusive der dunklen Tage, die in höheren Breitengraden so kalt und unwirklich waren wie die Nächte.
Dieses sind die 12 Nächte/ 11 Tage die den Solaren mit dem Lunaren Kalender verbanden. Damit die Zählung von beiden übereinstimmt, der Lunare Kalender hat 12 Tage weniger,- wurden diese 12 – die stillen Tage – zwischen den Jahren da zu gezählt. Es waren Tage außerhalb der normalen Zeit. Magischen Tage und Nächte. In den Alpenländern z.B: im Allgäu werden diesen Rauhnächten noch eine ganz besondere Bedeutung zugemessen. Sie beginnen am 21. oder am 24 Dezember und es liegen viele Bräuche in ihnen verborgen.
Man soll in ihnen besonders gut wahrsagen und orakeln können und so für das ganze Jahr Informationen bekommen.
Die Schleier zwischen den Welten sind dünn und die Tier im Stall sprechen mit den Menschen, allerdings sollte man sich zuhören nicht erwischen lassen, das könnte den Tod nach sich ziehen
Die Wilde Jagd –Odin mit allen Gefallenen zieht als Wilde Horde vorüber und im Haus durfte keine Unordnung herrschen, keine weiße Wäsche auf der Leine hängen (welche die Reiter stehlen würden, um sie dann im Laufe des Jahres als Leichentuch für den Besitzer zu benutzen). Es durften keine Wäscheleinen gespannt werden, da sich in diesen die Wilde Jagd verfangen könnte. In einer anderen Version ist dies besonders (jüngeren) Frauen verboten. Durch das Aufhängen von weißer (Unter-)Wäsche würde die Wilde Jagd angelockt und dann über diese Frauen „herfallen“. Frauen und Kinder sollten nach Einbruch der Dunkelheit auch nicht mehr alleine auf der Straße sein. Darüber hinaus darf keine andere Hausarbeit verrichtetet werden – außer kochen – und es darf nicht Karten gespielt werden, sagte zumindestens meine Oma – sehr zum Leidwesen meines Vaters und Onkels 😉
Am 5. Januar, ist die Perchten-Nacht, wo an vielen Orten in Bayern und Österreich Perchtenläufe abgehalten werden. Hierzu werden wir in den Rauhnächten etwas mehr erfahren.


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