Eine Lese-Reise – Die Wolfsfrau

Die Wolfsfrau – die Kraft der Weiblichen Urinstinke (Clarissa Pinkola Estes)
Motiviert durch einen Einladungspost von http://sacredwildways.de/die-wolfsfrau-sing-ueber-deinen-knochen
werde ich mich die nächsten Wochen mit einem Buch beschäftigen, das ich zwar schon einmal gelesen habe, aber jedes Mal ist ein neues Mal.
Beim ersten Lesen, fand ich es spannend, hatte aber ein wenig Zweifel ob ich mich in diese Gedankenwelt die größtenteils aus der mexikanischen Ethnologie stammt zurecht finden kann. Wir haben hier keine mystische Basis zu diesen urweiblichen Themen die in uns räsonieren können – außer Rotkäppchen 😉 vielleicht. Auch ihre Form, das reale Wissen in magischen Worten erfühlbar zu machen, war für mich am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig.
Was les ich hier… Fakten oder Mythen? Oder ist Beides das Gleiche?
Ich begebe mich auf eine Reise

Einleitung – Der Gesang über den KnochenEin komischer Titel … er verspricht Magie. Dunkle Magie, flüstert meine innere Stimme.

Es folgt eine Beschreibung der wilden Frau. Was ist sie? Wo finden wir sie?

In uns.. es ist ein alter Archetypus der in uns schlummert. Nur was sollen wir in unserer Gesellschaft damit anfangen. Man muss sich doch nur mal anschauen, wie viel Panik hier herrscht, nachdem es hieß die Wölfe kommen. Hier ist kein Platz für Wölfe, oder vielleicht doch?

Die Wilde Frau. Bin ich wild? Ich will es gerade abstreiten, aber … hm.. schon seit ich klein war, hab ich gehört: „Sei brav .. tu dies nicht .. tu das nicht ….das macht man nicht“ also muss ich ja anderes getan haben. Und ich tue es wieder, ich geh am liebsten barfuss, sitze auf der Erde, laufe ohne schirm durch den Regen und arbeite mit den bloßen Händen.

Es gab Zeiten in denen ich hörte, das sich das nicht gehört. Ich müsste ein Vorbild für die Kinder sein (bin Erzieherin) und auch meinem Ex-mann sollte ich keine Widerworte geben und mich auch nicht für so einen Blödsinn erwärmen, wie „Magie“. Oder „brotlose“ Kunst. Nicht so viel lesen … und träumen

Ich war brav .. versuchte es zu mindestens. Damit bin ich in einer Depression gelandet, es wurde dunkel in meiner Seele.

Ich weiß nicht ob es damit zu tun hat, aber ich bin schon immer gerne auf Friedhöfen spazieren gegangen. Als unser erster Sohn geboren wurde, war ich ganz oft mit dem Kinderwagen dort unterwegs. Diese Alten Bäume, diese vielen bunten Blumen, die Vögeln, diese Ruhe … Stundenlang konnte ich dort auf der Bank sitzen.

Jetzt fällt mir auf, das es ein Ort der Knochen war…

Die Depression war schleichend aber unerbittlich, wie eine Schlange schlich sie sie an und begann mich nicht mehr loszulassen. Und es ging ganz tief hinunter und da ganz unten in der Dunkelheit, da saß die alte Wölfin und hat gewartet.

 


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